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< Biberkor in der Süddeutschen Zeitung
Wednesday, 2012-05-02 23:58 Age: 6 Years
Category: Allgemein

"Nebel im August" und Gedenkzug - Zukunft braucht Herkunft

 

"Wie froh können wir sein, nicht in den 30er oder 40er Jahren zu leben", hörte man nach der Lesung von Robert Domes aus seinem Buch "Nebel im August" leise durch einen totenstillen Rau flüstern. Und:

"Wer von uns hier auf Biberkor wäre wohl auch ein Opfer? Wie hätte ich wohl in dieser Zeit reagiert?"

Auf diese und andere Fragen gibt es keine schnelle Antwort, aber allein schon das Stellen von Fragen und das Gespräch nach der Lesung am 26.4.2012 sind der erste Schritt, der über das Erschrecken und Schaudern hinausgeht.

Wie man den nächsten Schritt machen kann, zeigte die Beteiligung am Gedenkzug zum Todesmarsch der Dachauer-KZ-Häftlinge zwei Tage später.

Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen stellten den Alltag im Nationalsozialismus vor und verbanden dies mit Plakaten zum Rechtsextremismus heute. Zusammen mit der Rede von Frau Bundesjustizministerin Sabine Leutheußer-Schnarrenberger (Schirmherrin des Gedenkzuges) und dem Solidaritätslied (M.T. Bäumler) bildete dies einen würdigen Abschluss des Erinnerns, verbunden mit der Aufforderung zu alltäglichem Engagement.

Denn uns heutigen Generationen sind Demokratie und Freiheit geschenkt worden. Beides sind Güter und Werte, die sich durch Gebrauch nicht abnutzen. Ganz im Gegenteil. Sie erhalten ihren vollen Wert erst durch den täglichen Gebrauch. Leben wir nicht Freiheit und Demokratie, so verstauben sie, geraten in Vergessenheit oder verkümmern zu Konsumfreiheit und Beliebigkeit.

Und in diesem Sinne ist bereits ein weiterer Schritt getan: Alexander, Leonie und Pia beteiligen sich mit ihren Arbeiten am Wettbewerb des Bundesjustizministeriums "Wir engagieren uns gegen Rechtsextremisums".

 

Den Flyer zum Gedenkzug finden Sie hier

Das Plakat zur Trilogie finden Sie hier