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23.07.2014 17:40 Uhr Alter: 3 Jahre
Kategorie: Allgemein

„So viel habe ich noch nie während eines Ausflugs lernen können.“

Fächerübergreifende Fahrt nach Verona

11.07. bis 13.07.2014 mit dem Kurs „Profilfach Musik der 9. Klasse“

Das farbenprächtige, lebendige Museum Verona erfüllte die neun SchülerInnen der 9. Klasse (Profilfach Musik), drei Lehrkräfte und eine Mutter mit großer Begeisterung. Vielfalt, Gegensätzlichkeit und fachliche sich gegenseitig ergänzenden Vernetzungen zwischen den Fächern Musik, Kunst und Religion zogen sich durch die drei Tage hindurch und ließen einen der Schüler sich begeistert äußern: „So viel habe ich noch nie während eines Ausflugs lernen können.“

Untergebracht in einem „American Style low budget Hotel“ im Außenbezirk Veronas gegenüber von Containertürmen und umgeben von Lagerhallen, hielt sich das Italien-Gefühl noch in Grenzen.
Überwältigend war dann die Zeitreise in die Arena von Verona, ursprünglich aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Die Oper „Un ballo in Masquera“ von Giuseppe Verdi bei Vollmondbeleuchtung und lauen, sommerlichen Temperaturen bis Mitternacht war ein überaus gelungenes „Rundum-Erlebnis“. Unverstärkt und ohne großen technischen Aufwand hatte die Musik und der Gesang unter freiem Himmel auf antiken Stufen sitzend einen einzigartigen Zauber.
Neben dem musikalischen Genuss kann man sich dort auch kulinarisch bestens verwöhnen; mit Peccorino, feinem Brot und frischem Obst hatten wir in der Arena ein atmosphärisch sehr beeindruckendes Abendessen.

Die beiden anderen Tage standen im Zeichen der Fächer von Kunst und Religion, des Bummelns durch die Altstadt und im Zeichen des Shoppens von manch Einem.
Nach der Besichtigung kaugummibeklebter, mit Herzen bemalter und mit Schlössern verhangener Wände im Hof des „Romeo und Julia Balkons“ erhielten wir eine umfassende Führung von Herrn Eckle und Herrn Garben durch den Dom, Santa Maria Matricolare von Verona. Dort haben sich über Jahrhunderte von der Romanik bis zum Barock sämtliche Baustile überlagert und mit theologischen Themen vermischt.
Wir sahen u.a. das Leben Jesu, dargestellt als Relief in Stein um ein Taufbecken herum, Fresken , Secco Malerei und „Die Anbetung Mariens“ von Tizian.
Heftige Gewitter und kühle Temperaturen schränkte die Spaziergehfreude ein, was den Besuch eines römisch - katholischen Gottesdienstes in einer romanischen Kirche keinen Abbruch tat.

Den kunstvollen Abschluss bildete auf der Rückfahrt in Bozen die Besichtigung des „Museion“, eines Museums für Kunst der Gegenwart. Ein riesiges raumeinnehmendes Kunstwerk mit Loten, die durch am Boden angebrachte Magnete aus ihrer senkrechten Bahn gebracht sind, aus Bronze und Beton gegossene Skulpturen, die beispielsweise wie gefaltete Pappkartons aussehen (alles von Tatjana Trouve) ließen zahlreiche Funken der Begeisterung aufkommen. Der zweite Teil war die Ausstellung “When now is minimal“ aus der Sammlung „Götz“, München. Hier beeindruckten u.a. die gehäckelten Bilder und die „Herdplatten“ der Künstlerin Rosemarie Trockel.

So war unsere Veronafahrt von vielen bereichernden Eindrücken geprägt, die bestimmt lange nachwirken werden. Eine Wiederholungsfahrt im nächsten Jahr ist hiermit bereits beantragt.

Christian Alf, Michael Eckle, Kai Garben